KUNST- UND KULTURFAHRT BERLIN 2018

Am Montag den 24.09.2018 starteten wir - der Kunstzweig der 7. Klassen mit Frau Prof. Außerlechner und Frau Prof. Niederkircher nach Berlin. Die Anreise mit dem Zug war sehr bequem. Nach dem Bezug unserer Zimmer im Hostel machten wir uns mit Mario, welcher in Berlin wohnt, auf den Weg, um die Graffitiszene in Kreuzberg zu erkunden. Das hat uns sehr gefreut und wir hatten viel Spaß dabei uns mit ihm diese Art der Kunst, für die die Stadt bekannt ist, ansehen zu dürfen.

Am nächsten Tag stand für uns dann ein Besuch auf der Museumsinsel an. Das „Neue Museum“ begeisterte nicht nur mit einer sehr interessanten Ausstellung zum Thema Ägypten und der berühmten Büste der Nofretete, sondern faszinierte auch durch seine Architektur. Da das Museum im Krieg stark beschädigt wurde, war es lange Zeit eine Ruine, bis dann der Architekt David Chipperfield das Museum restaurierte und dabei die alten, auch teils beschädigten Mauern des Museums mit in seine Planung einbezog und somit einen außergewöhnlichen Museumsbereich schuf.
Am Nachmittag hatten wir dann noch die Möglichkeit, uns Kunst aus Afrika im sich ebenfalls auf der Museumsinsel befindlichen Bode-Museum anzusehen. In der Ausstellung wurden Kunstwerke aus Afrika mit Arbeiten aus Europa verglichen.
Am Abend gingen wir noch auf die Reichtagskuppel, von welcher aus wir einen wunderschönen Rundum-Blick über das nächtliche Berlin ergattern konnten.

Am Mittwoch widmeten wir uns dann einem ernsteren Thema. Vormittags machten wir uns auf, das Denkmal für die ermordeten Juden Europas zu besichtigen. Das Mahnmal, welches aus insgesamt 2711 Betonstelen besteht, soll an die vielen Juden erinnern, die im zweiten Weltkrieg ermordet wurden. Das Gehen zwischen den Betonquadern, war ein ganz besonderes Erlebnis, welches uns zum Nachdenken brachte und auch oft Unbehagen hervorrief.
Direkt im Anschluss besuchten wir dann auch das Jüdische Museum. Die besondere Art der Architektur von Daniel Libeskind spricht für sich. In den Gängen mit ansteigenden Böden, schiefen Wänden, spitzen Winkeln und hohen Türmen verliert man leicht die Orientierung und fühlt sich klein, eingeengt und unsicher. Nur wenig Licht dringt durch schmale Maueröffnungen in das Innere des Museums. Eine besondere Raumerfahrung!

Am Donnerstag besuchten wir das Kunstgewerbemuseum. Dort beschäftigten wir uns mit Kleidung von der Barockzeit bis in die Gegenwart. Nach der Führung durch die Modewelt konnten wir im selben Museum auch noch in den Bereich des Möbeldesigns blicken. Es waren viele Stühle von bekannten Designern wie Thonet, Breuer, oder Eiermann ausgestellt.
Nach einer ausgiebigen Pause in Berlin-Mitte, trafen wir uns in der Helmut-Newton-Foundation wieder. Wir konnten uns die weltberühmten Fotos und Plakate Newtons und auch Fotoarbeiten vieler anderer Künstler ansehen.
Den letzten Abend ließen wir dann noch gemütlich auf dem Alexanderturm ausklingen.

Freitag war dann auch schon der letzte Tag in Berlin. Die Zeit bis zur Abfahrt unseres Zuges ließen wir nicht ungenutzt und statteten dem „Hamburger Bahnhof“ einen Besuch ab. In dem Museum für Gegenwartskunst sahen wir Arbeiten von Künstlern wie Joseph Beuys und Andy Warhol.

Wir hatten die Möglichkeit, viele, sehr unterschiedliche Eindrücke von Architektur über Bildhauerei, Malerei bis hin zu Mode und Design zu bekommen und haben die Woche in vollen Zügen genossen und viel dabei mitgenommen.

Bericht: Katharina Pernstich