„Alles einmal von der anderen Seite“

Die Projekttage der HumanbiologInnen der 8. Klassen aus der Sicht zweier Lehramtsstudenten

Vom 07.02.2018 bis zum 09.02.2018 fanden im BORG Innsbruck die Projekttage statt.

„Alles Wir, Deniz Tekin und Bernhard Nairz, hatten als Unterrichtspraktikanten dabei erstmalig die Gelegenheit, einige Einblicke in den Berufsalltag einer Lehrperson zu bekommen. Wir beide studieren an der Universität Innsbruck Lehramt im Bereich Biologie und Umweltkunde im ersten Semester. An den drei Praktikumstagen begleiteten wir die 8. Klassen und arbeiteten mit den Schülerinnen und Schülern aktiv zusammen. Da wir selber während unserer eigenen Schulzeit keine derartigen Projekte gemacht haben, waren wir gespannt, was uns erwartet.

Am Mittwoch besuchten wir das Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck. Dort hielt Herr a. Univ. Prof. Dr. Walter Rabl einen interessanten Vortrag über die Tätigkeiten und die Aufgaben eines Gerichtsmediziners. Besonderen Wert legte Dr. Rabl darauf, hinzuweisen, dass die in diversen Fernsehserien gezeigte Arbeit von Gerichtsmedizinern nicht viel mit der Realität zu tun hat. Der Kontakt mit den Toten hält sich in Grenzen. Der größte Teil der Arbeit findet im Labor statt, denn dort muss herausgefunden werden, was zum Tod geführt hat. Auch Vaterschaftstests, die vom Gericht angeordnet werden, oder die Identifizierung von Opfern nach Naturkatastrophen fallen in den Aufgabenbereich der Gerichtsmedizin. Dabei kommen ganz neue Verfahren der DNA-Analyse zum Einsatz.

„Alles Am Donnerstag führten wir im Labor der Humangenetik der medizinischen Universität Innsbruck ein ganztägiges Praktikum durch. Wir sollten herausfinden, welche Personen das Gen für eine bestimmte Erbkrankheit tragen. Dafür analysierten wir die DNA-Proben der betreffenden Personen und lernten dabei die wichtigsten Methoden der Genetik, die PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion) und die Elektrophorese kennen. Mag. Dr. Amberger, der das Praktikum leitete, erklärte uns mit viel Geduld die Auswertung der Ergebnisse. Von Frau Mag. Spreiz und Frau Mag. Krabichler lernten wir, wie man eine Chromosomenkarte, Karyogramm genannt, herstellt. Wir legten dabei selber Karyogramme. Dafür mussten wir 46 Chromosomen ausschneiden und nach Größe und Bandenmuster ordnen. Am Freitag besuchten wir das Lichtlabor Bartenbach in Aldrans. Dort lernten wir interessante Neuigkeiten über den Einfluss von Licht auf den Menschen. Nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis erlebten wir die verschiedenen Lichtstimulationen. Auch der Einfluss von Licht mit viel blauem Anteil in den Abendstunden wurde aufgezeigt. Denn Licht mit hohem Blauanteil fördert die Aktivität und daher sollte man z.B. kurz vor dem Schlafengehen nicht mehr mit dem Handy spielen. In den Abendstunden wäre Licht mit einem hohen Orange-Anteil zu bevorzugen. Besonders beeindruckend waren die 1:1 Räume. Dort konnte man verschiedene Beleuchtungssituationen simulieren und so auch die Wirkung von Licht auf einen selbst erfahren.

Die Projekttage der Humanbiologie haben sehr viel Spaß gemacht und wir konnten vieles lernen.

Wir bedanken uns bei den sehr engagierten Lehrerinnen für diese Möglichkeit!

Bericht: Bernhard Nairz und Deniz Tekin