Gefahr durch MRK? Was sind MRK?

Die HumanbiologInnen diskutierten!
Rollenbasierte Podiumsdiskussion zur Antibiotikaresistenz von Bakterien

Antibiotika sind mittlerweile nicht mehr aus den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen, wie beispielsweise der Medizin, der Landwirtschaft oder der Forschung wegzudenken. Durch den drastischen Anstieg der manchmal unüberlegten Verwendung von Antibiotika und ihrem oft wahllosen Einsatz in allen Branchen, entwickelten sich vermehrt multiresistente Erreger, auch vereinfacht „Keime“ genannt, kurz MRK. Ist ein Antibiotikum nicht mehr in der Lage das Wachstum einer Bakterienart zu unterbinden, so sind die Bakterien antibiotikaresistent, das heißt das Antibiotikum wirkt nicht mehr. Solche Resistenzen können von Bakterien zu Bakterien übertragen werden, die Bakterien geben also ihre Antibiotikaresistenz weiter. Diese MRK besiedeln, wie übrigens alle Bakterien, den Körper der Menschen und Tiere und werden wegen dieser Antibiotikaresistenzen zunehmend zu einem globalen Problem.

Am 16. Mai 2017 trafen sich die HumanbiologInnen der 7. Klassen gemeinsam mit StudentInnen des Lehramts Biologie an der LFU und der Leiterin der Veranstaltung Frau Dr. Vrabl im Biologiesaal des Borgs, um eine rollenbasierte Podiumsdiskussion zu diesem hochaktuellen Thema vorzubereiten. Bei dieser rollenbasierten Podiumsdiskussion schlüpften wir, die SchülerInnen, in die Rollen verschiedener InteressensvertreterInnen und diskutierten die jeweiligen Standpunkte. Es war gute Übung, um das Argumentieren und Präsentieren zu vertiefen.

Zuerst teilten wir uns in sieben Gruppen mit verschiedenen Aufgaben auf, wobei sechs der sieben Gruppen zu jeweils einem bestimmten Themenbereich recherchieren sollten (WHO, EU, Medizin, Greenpeace, Landwirtschaft, Pharmaindustrie). Die Mitglieder der letzten Gruppe nahmen die Rollen der ModeratorInnen bzw. JournalistInnen ein. Sie sollten die nachfolgende Diskussion leiten und heikle Themen ins Gespräch einbinden.

Die einzelnen Gruppen bereiteten sich sowohl auf eine Posterpräsentation als auch auf die Podiumsdiskussion vor. In den Teams wurden alle Aufgaben wie z.B. Postergestaltung, Powerpointvortrag und DiskussionsteilnehmerInnen untereinander verteilt.

Am 30. Mai war es dann soweit der Tag der Podiumsdiskussion war gekommen. Zuerst stellten wir unsere Poster vor. Genau wie bei großen Universitäts-Kongressen, hatten wir Bilder zu den jeweiligen Themengebieten vorbereitet und an Stellwänden befestigt. Teammitglieder informierten interessierte SchülerInnen und LehrerInnen unserer Schule über die jeweilige Thematik. Ziel war es, das Auditorium auf die nachfolgende Diskussion vorzubereiten.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion im Festsaal, diskutierten wir, in den Rollen als Landwirt (Kaan hatte die schwerste Rolle:-)), WHO-Vertreterin, Arzt, EU-Vertreterin, Greenpeace Aktivistin und Vertreterin der Pharmaindustrie, wer eigentlich Schuld daran trägt, dass sich multi-resistente Keime MRK entwickelt haben und sich so rasant ausbreiten, bzw. was getan werden kann/muss, um das zu verhindern.

Natürlich konnte die Diskussion letztlich keine Antwort darauf geben, wer Schuld hat, allerdings wurden viele andere Fragen geklärt und die Komplexität des Problems beleuchtet. Einfache Lösungen gibt es auch hier nicht.

Wir als HumabiologInnen der 7. Klassen möchten uns herzlich bei Frau Dr. Vrabl und ihren StudentInnen für ihr großes Engagement bedanken, es war viel Arbeit für uns in einer stressigen Zeit, aber es hat großen Spaß gemacht. Ein großer Dank geht auch an unsere Professorinnen Frau Dechant, Frau Dr. Hinterleitner und Frau Zimmer, die uns immer wieder diese tollen Veranstaltungen ermöglichen.

Die HumanbiologInnen der 7. Klassen
i.V. Anton Thurner