Schwerpunkt-Stundentafel

 

6. Klasse

7. Klasse

8. Klasse

Gesamt

Englisch (1.FS), vertiefend

2

 

1

3

2. FS*, vertiefend

 

1

1

2

3. FS**, neu

4

3

2

9

 

6

4

4

14

*  2. Fremdsprache: Französisch oder Italienisch oder Latein bzw. Interkulturelles Lernen
** 3. Fremdsprache: Spanisch

Lehrplan

 

Fremdsprachen

Englisch

Bildungs- und Lehraufgabe

Grundsätzlich gelten die Bestimmungen des Lehrplans des Pflichtgegenstandes Englisch in seiner jeweils gültigen Form. Darüber hinausgehend sollen die SchülerInnen befähigt werden, sich in ihrer jeweiligen Lebenswelt durch die im Unterricht vermittelte erhöhte sprachliche Kompetenz leichter&xnbsp; zurechtzufinden. Dies gilt im erhöhten Maße für die Orientierung innerhalb von Gruppen, in denen man arbeitet, denn für eine gedeihliche Teamarbeit sind gut entwickelte sprachliche und dynamische Fähigkeiten von größtem Vorteil.

 

Durch vertiefte Kenntnisse in der Fremdsprache sollen die SchülerInnen auch zum lebensbe- gleitenden Lernen ermutigt werden.

 

Weiters soll eine Sprachausbildung auf hohem Niveau&xnbsp; den SchülerInnen ermöglichen, sich intensiver mit anderen Kulturen auseinanderzusetzen, sie damit besser verstehen zu können, um auf diese Weise Weltoffenheit zu erwerben und Toleranz zu leben.

Dieses Ziel&xnbsp; kann zB. über die Lektüre von fremdsprachlichen Originaltexten aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen erreicht werden.

 

Des Weiteren sind die SchülerInnen so weit als möglich an der Gestaltung des&xnbsp; Unterrichtes zu beteiligen, damit sie ihren Ideen, ihrer Kreativität, Kommunikations- und Handlungsfähigkeit&xnbsp; Ausdruck verleihen können.

 

Didaktische Grundsätze

Die für den Pflichtgegenstand 1. lebende Fremdsprache geltenden didaktischen Grundsätze sind in der fremdsprachlichen Vertiefung in besonderem Maße anzuwenden. Die Verbesserung der kommunikativen Sprachkompetenz ist auch hier als übergeordnetes Lernziel zu sehen. Den mündlichen Fertigkeitsbereichen (v.a. Hör- und Leseverständnis, an Gesprächen teilnehmen, und zusammenhängendes Sprechen) gilt in der fremdsprachlichen Vertiefung das Hauptaugenmerk. Die anzustrebenden Kompetenzniveaus sind dem Abschnitt Lehrstoff zu entnehmen.

 

Kommunikative Kompetenzen

Die Befähigung, fremdsprachliche Mittel zu bestimmten kommunikativen Zwecken einzusetzen, ist die vorrangige pragmatische Kompetenz. Der linguistischen Kompetenz, v. a. der Kohärenz, Logik, Flüssigkeit, Klarheit und Angemessenheit des Ausdrucks sowie der Sprachrichtigkeit ist zunehmende Bedeutung beizumessen. Neben der kommunikativen Kompetenz ist auch auf Präsentationskompetenz und Teamfähigkeit Wert zu legen.

 

Die allgemeine Sprachlernkompetenz und ein vertieftes Sprachverständnis sind durch Vergleiche mit der Muttersprache und anderen Fremdsprachen im Unterricht zu fördern.

 

Auf steigende Authentizität der Sprachmittel und Sprechsituationen ist dabei besonders zu achten. Der Spracherwerb ist durch die Einbindung authentischer Begegnungen durch Muttersprachler im schulischen Alltag (z.B. Fremdsprachen-AssistentInnen), Intensivsprachwochen, Austauschprogramme, Auslandsaufenthalte bzw. andere Formen von Auslandskontakten und durch Fächer übergreifende Aktivitäten nach Möglichkeit zu fördern.

 

Auf die Vielfalt der Lehrmethoden, Arbeitsformen und Lernstrategien ist analog zum Pflichtgegenstand besonderer Wert zu legen. Insbesondere die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien sind vielseitig zu nutzen. In die Gestaltung des Unterrichts sollen Möglichkeiten zur Vermittlung und Einübung verschiedenster Präsentationstechniken eingebunden werden. SchülerInnen sind in zunehmendem Ausmaß zu befähigen, adäquate Recherchestrategien anzuwenden und Schulbibliotheken, öffentliche Bibliotheken sowie andere reale und virtuelle Informationssysteme zur selbstständigen Erarbeitung von Themen zu nutzen.

 

Im Unterricht sind Selbsttätigkeit und Eigenverantwortung durch projektorientierte Arbeitsformen in Kleingruppen sowie individualisierte Arbeits- und Lernprozesse zu fördern.

Beitrag zu den Aufgaben- und Bildungsbereichen

Der Beitrag der fachsprachlichen Vertiefung zu den Aufgabenbereichen der Schule und den Bildungsbereichen entspricht jenem des Pflichtgegenstandes.

 

Lehrstoff

Wie im Lehrplan des Pflichtgegenstandes Englisch als erste lebende Fremdsprache im Fundamentum mit steigenden Anforderungen vor allem in den Bereichen mündlicher Kommunikation in vielfältigen Themenbereichen mit möglichst umfassenden lexikalischen Repertoires, wobei tiefere Einblicke in die Gesellschaft, Zivilisation, Politik, Medienwelt, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Kunst vor allem der englischsprachigen Länder anzustreben sind. Aktuellen Entwicklungen ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken, wobei die Selbstständigkeit der Schüler im Entdecken, in der Betrachtung und auch Beurteilung dieser Prozesse zu fördern ist.

 

Die Komplexität und Vielfalt der sprachlichen Mittel zur Bewältigung kommunikativer Aufgaben und die damit verbundenen situationsbezogenen Aktivitäten und Strategien sollen den SchülerInnen in höherem Maße bewusst gemacht und von ihnen auch angewendet werden.

 

Verstärkt sollen auch nationale Sprachvarianten vor allem im Fertigkeitsbereich Hörverstehen den Schülern vertraut gemacht werden. Die Neigungen der SchülerInnen und ihre Interessensschwerpunkte für nicht muttersprachliche (Englisch als lingua franca) regionale, soziale, und berufsspezifische Sprachvarianten sollten nach Möglichkeit berücksichtigt werden.

 

Anzustreben ist auch eine Steigerung aller Fertigkeiten, die zur Ablegung einer der international anerkannten Prüfungen in Englisch in Hinblick auf eine transnational orientierte Berufs- und Studierfähigkeit nötig sind und die in der sechsten Klasse dem Kompetenzniveau B2 des Europäischen Referenzrahmens und in der achten Klasse dem Kompetenzniveau C1 entsprechen; dies soll die Vorbereitung auf diese Prüfungen sowohl im linguistischen als auch im soziolinguistischen Bereich umfassen.

 


 

Zweite Fremdsprache (Französisch, Italienisch)

Bildungs- und Lehraufgabe

Grundsätzlich gelten die aktuellen Bestimmungen des Lehrplanes für die zweite lebende Fremdsprache.

Handlungsorientierte Sprachkompetenz

Der Fremdsprachenunterrichtes in der zweiten lebenden Fremdsprache hat zum Ziel, SchülerInnen zu befähigen, grundlegende kommunikative Anforderungen des gesellschaftlichen Lebens zu erfüllen und sich in den Fertigkeitsbereichen Hören, Lesen, Sprechen, Schreiben dem erreichten Kompetenzniveau entsprechend in einer breiten Palette von privaten und öffentlichen Situationen sprachlich und kulturell angemessen zu verhalten.

Einen wesentlichen Beitrag leistet der Fremdsprachenunterricht für die Entwicklung von Sachkompetenz, Selbstkompetenz, Methodenkompetenz und Sozialkompetenz, wobei letzterer im Kontext von Multikulturalität besondere Bedeutung&xnbsp; zukommt.

Interkulturelle Kompetenz

Durch interkulturelle Themenstellungen ist die Sensibilisierung der SchülerInnen für die Sprachenvielfalt Europas und der Welt zu verstärken und das Verständnis für andere Kulturen und Lebensweisen zu vertiefen. Durch die Auswahl geeigneter fremdsprachlicher Themenstellungen sind die Weltoffenheit der SchülerInnen&xnbsp; sowie ihr Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge zu fördern. Die vorurteilsfreie Beleuchtung kultureller Stereotypen und Klischees, die bewusste Wahrnehmung von Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten sowie die kritische Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen bzw. mit österreichischen Gegebenheiten sind dabei anzustreben. Sollten sich SchülerInnen, die Fremdsprachen als Mutter - bzw. Zeitsprache innerhalb der Familie gebrauchen, in der Klassengemeinschaft befinden, so sollen einerseits deren besondere Fähigkeiten und Kenntnisse individuell gefördert werden, andrerseits auch für die Klassengemeinschaft genützt werden.

Kompetenz zum lebensbegleitenden autonomen Sprachenlernen

Über den Fremdsprachenunterricht soll den SchülerInnen ein breites Spektrum an Sprachlernstrategien für den weiteren selbständigen Spracherwerb im Sinne des lebensbegleitenden selbständigen Sprachenlernens erschlossen werden, wobei&xnbsp; die Möglichkeiten der Selbstevaluation besonders zu berücksichtigen sind. Methodisch und inhaltlich sollen Möglichkeiten zu kreativen Aktivitäten in der Fremdsprache angeboten werden (zB Spiel, Rollenspiel, Simulation).

Beiträge zu den Aufgabenbereichen der Schule

siehe Lehrplan Lebende Fremdsprache

Beiträge zu den Bildungsbereichen

siehe Lehrplan Lebende Fremdsprache

Didaktische Grundsätze

Kommunikative Sprachkompetenz als übergeordnetes Lernziel

Dem handlungsorientiertem Ansatz gemäß stellt die kommunikative Sprachkompetenz das übergeordnete Lehr - und Lernziel des Fremdsprachenunterrichtes dar. Das heißt, fremdsprachliche Teilkompetenzen sind in dem Maß zu vermitteln, wie sie für erfolgreiche mündliche und schriftliche Kommunikation nötig sind. Die Fertigkeitsbereiche Hören, Lesen, an Gesprächen teilnehmen, zusammenhängendes Sprechen, Schreiben sind mit gleicher Gewichtung möglichst integrativ und regelmäßig zu üben; hierbei ist auf Praxisrelevanz und steigende Authentizität der Sprachmittel und Sprachsituationen zu achten.

 

Berücksichtigung der Lernersprache

Im Fremdsprachenunterricht ist auf allen Lernerstufen zu berücksichtigen, dass sich SchülerInnen der Zielsprache über lernersprachliche Zwischenstufen annähern und Fehler ein selbstverständliches und konstruktives Merkmal des Sprachenlernens darstellen. Zielsprachliche Richtigkeit ist dennoch in einem sinnvollen Maße anzustreben; lernersprachliche Abweichungen von der Zielsprache sind dabei stets

niveaubezogen und aufgabenspezifisch zu behandeln.

Als Unterrichtssprache ist soviel Zielsprache bzw. so wenig Deutsch wie möglich einzusetzen. Übertragungen bzw. Übersetzungen in die Muttersprache sollen auf niedrigem Niveau nur punktuell (Vertiefung von Textverständnis und Grammatik), auf fortgeschrittenerem Niveau hingegen sollen sie als Arbeitstechniken grundsätzlich bekannt gemacht werden.

Im Zuge des Erwerbes einer zweiten bzw. dritten Fremdsprache ist&xnbsp; das zurückgreifen auf bereits vorhandene Fremdsprachenkompetenzen als besonderer lernstrategischer Vorteil bewusst zu machen und konsequent zu nutzen (Tertiärspracheneffekt)

 

Vielfalt von Lehrmethoden, Arbeitsstrategien, Lernstrategien und Lehrmaterialien

Eine breite Palette an schülerzentrierten, prozess – und produktorientierten Lehrmethoden fördert die Entwicklung fremdsprachlicher Kompetenzen und dynamischer Fähigkeiten und ist daher anzustreben; ebenso der Einsatz verschiedener Arbeitstechniken(z.B.&xnbsp; Stationenbetrieb, Präsentationen mit Medieneinsatz, Projektarbeit, Lern –und Lesetagebücher, Portfolio…u.a.)

Im Umgang mit&xnbsp; Lehr – und Lernmaterialien, Nachschlagewerken, Grammatikübersichten, zwei – und einsprachigen Wörterbüchern in Print-, Ton-, Datenträger – und Online-Version sind die SchülerInnen zu Geläufigkeit und Eigenständigkeit hinzuführen . Das rezeptive Beherrschen der internationalen Lautschrift ist anzustreben.

IKT sind auch im Fremdsprachenbereich vielseitig zu nutzen . Für die Aktualität der Lehrmaterialien, Arbeitsunterlagen und Texte ist laufend zu sorgen.

 

Einbindung authentischer Begegnungen

Hierbei sollen FremdsprachenassistentInnen im Schulalltag zum Einsatz kommen; auch ist anzustreben, dass Intensivsprachwochen, Auslandsaufenthalte bzw. Auslandskontakte (diese sowohl real als auch virtuell) ermöglicht&xnbsp; werden.

 

Erwerb linguistischer Kompetenzen

In Anlehnung an den Lehrplan der 1. und 2. lebenden Fremdsprache ; Lautwahrnehmung, Aussprache und Intonation sind in Hinsicht auf angemessene Verständigung in der Zielsprache zu schulen; germanophone Schülerinnen sollen sensibilisiert werden für Artikulationsbasen und Prosodie der Zielsprache. Wortschatz und Idiomatik sind situationsbedingt, im Kontext und systematisch zu erweitern. Die Lernenden sollen auch angeregt werden, durch außerschulische Beschäftigung mit der Sprache ihren Wortschatz zu erweitern.

Grammatik ist im Fremdsprachenunterricht überwiegend unter funktionalem Aspekt zu erarbeiten; das kognitive Erfassen von Regeln der Wort – und Satzbildung ist als Lernhilfe zu sehen und soll strukturorientierten Lernertypen entgegenkommen.

 

Erwerb pragmatischer Kompetenzen

In Anlehnung an den Lehrplan der 1. und 2. lebenden Fremdsprache ;

Zentrale Aufgabe des Fremdsprachenunterrichtes ist die Befähigung, fremdsprachliche Mittel zu bestimmten kommunikativen Zwecken einzusetzen. So ist den Sprachfunktionen eine zentrale Rolle einzuräumen (wie zB Absicht, Fähigkeit, Möglichkeit, Notwendigkeit, Wunsch, Vermutung, Zustimmung, Ablehnung, Begründung, Bedingung ausdrücken, Gesprächsbeginn bzw.&xnbsp; – ende signalisieren, Rederecht beibehalten bzw. abgeben)

Bei der Anwendung fremdsprachlicher Mittel ist im Laufe des Lernzuwachses zunehmend auf Kohärenz, Logik, Flüssigkeit, Klarheit und Angemessenheit des Ausdrucks zu achten.

Begleitend zu den sprachlichen Mitteln ist&xnbsp; die Kenntnis grundlegender Formen der non-verbalen Kommunikation zu vermitteln (wie kulturelle Konventionen bezüglich Gestik, Mimik, Körperhaltung, Augen – und Körperkontakt sowie räumlicher Abstand von SprecherInnen in Interaktionssituationen).

 

Erwerb soziolinguistischer Kompetenzen

In Anlehnung an den Lehrplan der 1. und 2. lebenden Fremdsprache ;

Registerunterschiede (neutral, formell, informell, freundschaftlich, vertraulich) sollen von Beginn an den Lernenden bewusst gemacht werden, Höflichkeitskonventionen kommt hier besondere Bedeutung zu; mit fortschreitendem Lernzuwachs sollen sich die Lernenden im sprachlichen Bereich sozial angemessen verhalten.

 

Vielfalt in Kommunikationssituationen, Themenbereichen und Textsorten

Im Wortlaut wie Lehrplan 1. und 2. lebende Fremdsprache

 

Länder und Kulturen

Durch entsprechende Auswahl der Unterrichtsmittel ist für grundlegende Einblicke in Gesellschaft, Zivilisation, Politik, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Kunst der Frankophonie/ des italienischen Sprachraumes zu sorgen

Lehrstoff

Vorbemerkung und Raster zu dem Fertigkeitsbereiten des Europäischen Referenzrahmens im Wortlaut wie Lehrplan 1. und 2. lebende Fremdsprache

 

Ziel ist die Vertiefung und Erweiterung der im Fundamentum erworbenen Kompetenzen der 2. lebenden Fremdsprache.

6. Klasse – 2. Lernjahr (1 Wochenstunde)

·        Hören&xnbsp; A2 Vertiefung und Teile von B1

·        Lesen&xnbsp; A2 Vertiefung und Teile von B1

·        An Gesprächen teilnehmen A2 (Vertiefung)

·        Zusammenhängendes Sprechen A2 (Steigerung der Sprechkompetenz)&xnbsp; und Teile von B1

·        Schreiben A2 (Vertiefung)

Französisch

·        Vorbereitung auf DELF A1/A2&xnbsp; (Möglichkeit zur Ablegung der international anerkannten Sprachdiplome; Außenevaluation)

7. Klasse - 3. Lernjahr (1 Wochenstunde)

·        Am Ende der 7.Klasse soll in allen Teilbereichen das Erreichen von Kompetenzniveau B1 als Ziel angestrebt werden.

Französisch

·        Vorbereitung auf DELF A3&xnbsp; (Möglichkeit zur Ablegung des international anerkannten Sprachdiploms; Außenevaluation)

 

·        Hören B1 (Festigung)

·        Lesen B1 (Sicherung); Bereiche von B2

·        An Gesprächen teilnehmen B1

·        Zusammenhängendes Sprechen B1 (Festigung)

·        Schreiben B1 (darüber hinaus ansatzweise argumentative Formen des Schreibens

 


 

Zweite Fremdsprache (Latein)

Bildungs- und Lehraufgabe

Grundsätzlich gelten die aktuellen Bestimmungen des Lehrplanes für Latein.

 

Der Lateinunterricht steigert die aktive und passive Sprachkompetenz, indem durch modellhafte Sprachbetrachtung und Sprachreflexion das Verständnis für die Muttersprache vertieft und das Erlernen von Fremdsprachen erleichtert wird. Somit eröffnet er den Zugang zur europäischen Sprachenlandschaft und gibt Einblick in wissenschaftliche Fachsprachen.

Durch die Auseinandersetzung mit Schlüsseltexten europäischer Geistesgeschichte und die damit einhergehende Vertiefung bzw. Einführung in europäisches Kulturerbe von der antik-heidnischen Kultur über das christlich geprägte Mittelalter, Humanismus und Aufklärung bis in die Gegenwart, durch die Betrachtung von Rezeption und Wirkungsgeschichte von Ideen, Motiven und Stoffen und den dadurch gewonnenen Einblick in in die Grundlagen und die Entwicklung der europäischen Literatur- und Kunstgeschichte vermittelt Latein einen wichtigen Beitrag zur Förderung von historischem Denken und zur Bildung europäischen Bewusstseins durch "kulturelle Erinnerung".

 

Die Auseinandersetzung mit modellhaften Textsequenzen aus verschiedenen historischen Epochen fördert die Fähigkeit, in lebenslangen Lernprozessen Wertbegriffe und gesellschaftlich-politische Konventionen zu analysieren, Selbst-und Fremdwahrnehmung bewusst zu machen und zu hinterfragen und Vorurteile abzubauen.

Verstärkt wird gleichzeitig die Kompetenz, komplexe Sprachstrukturen und Textsequenzen zu erfassen, sich&xnbsp; kritisch mit Textinhalten auseinanderzusetzen, eine&xnbsp; Steigerung der persönlichen Ausdrucksfähigkeit in der Präsentation zu erreichen und durch Sprachvergleich und Sprachreflexion die Transferleistung der Anwendung Kenntnisse und Fähigkeiten im muttersprachlichen, fremdsprachlichen und fachsprachlichen Bereich zu erwerben und einzuüben.

Durch die intensive Beschäftigung mit Sprache, Literatur und Kunst werden Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz im Sinne einer umfassenden Bildung gefördert,

die sprachlichen Kreativität des Einzelnen&xnbsp; und der kreativ-produktiven Umgang mit verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen angeregt und unterstützt.

Beiträge zu den Aufgabenbereichen der Schule und den Bildungsbereichen

siehe Lehrplan Latein

Didaktische Grundsätze

Die Vertiefung von Latein im 2. und 3. Lernjahr des Sprachenzweiges hat vor allem die Verknüpfung des Lateinunterrichts mit modernen Sprachen und deren Förderung zum Ziel.

Es ist deshalb bei der Auswahl&xnbsp; von Texten und Themenfeldern besonderer Wert zu legen auf die Einbindung der von den Schülern in der Muttersprache und in den modernen Fremdsprachen erworbenen oder zu erwerbenden Kenntnisse und Fähigkeiten und&xnbsp; auf die Anregung und Förderung von Transferleistungen.

Die Schüler sollen dabei zum Einbringen individueller Kenntnisse und Fähigkeiten angeregt und zu eigenverantwortlichem Arbeiten, zum Erwerb sozialer Kompetenzen im Teamwork und zur angemessenen Präsentation erarbeiteter Ergebnisse angeleitet werden. Besonderes Augenmerk ist dabei zu legen auf den Einsatz moderner Medien zu Recherche und Präsentation.

Als Arbeitsformen für beide Jahre bieten sich neben der herkömmlichen Arbeit an Texten vor allem die Verwendung diverser Sprachspiele, szenische Aufführungen, Partner- und Gruppenarbeit und Projektarbeit an.

Lehrstoff

6. Klasse - 2. Lernjahr (1 Wochenstunde)

·        Vertiefung der Kenntnisse in der Morphologie und Grammatik zur Unterstützung des Erwerbs moderner Fremdsprachen durch kontrastiven Vergleich.

·        Kasuslehre und Syntax, weiters Auswirkungen unterschiedlicher Flexionssysteme auf Satzbau und Wortstellung in den modernen Fremdsprachen

·        Aspekte des Verbums (Konjugation, Bildung und Gebrauch der Tempora, aktiv-passiv-reflexiv)

·        Lateinische Wortbildung (Prä-, Suffixe, Komposita) und Analogien in den modernen Fremdsprachen

·        Lektüre diverser Schlüsseltexte zur europäischen Geistesgeschichte (im Original oder in Übersetzung)

7. Klasse – 3. Lernjahr (1 Wochenstunde)

Verstärktes Arbeiten im Bereich

·        der Etymologie im Hinblick auf Fremdwörter, moderne Fremdsprachen und die Präsenz des Lateinischen in Wissenschaft, Wirtschaft, Werbung, etc.

·        der Rezeption antiker Motive in modernen fremdsprachlichen Literaturen

·        der Rhetorik und des Einsatzes manipulativer Techniken in Theorie und Praxis unter Auswahl geeigneter Texte aus verschiedenen Epochen europäischer Geistesgeschichte.

 


 

Dritte lebende Fremdsprache (Französisch, Italienisch, Spanisch)

 

Die Bildungs- und Lehraufgabe und die didaktischen Grundsätze sind in Anlehnung an den Lehrplan für die erste und zweite lebende Fremdsprache erstellt.

Bildungs- und Lehraufgabe

Der vorliegende Lehrplan ist in Anlehnung an den Lehrplan der ersten und zweiten lebenden Fremdsprachen erstellt.

 

Handlungsorientierte Fremdsprachenkompetenz

Ziel des Fremdsprachenunterrichts im Pflichtfach Spanisch dritte lebende Fremdsprache ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, grundlegende kommunikative Anforderungen des gesellschaftlichen Lebens zu erfüllen und sich in den Fertigkeitsbereichen Hören, Lesen, Sprechen, Schreiben dem erreichten Kompetenzniveau entsprechend in einer brei­ten Palette von privaten und öffentlichen Situationen sprachlich und kulturell angemessen zu verhalten.

 

Interkulturelle Kompetenz

Durch interkulturelle Themenstellungen ist die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für die Sprachenvielfalt Europas und der Welt zu verstärken und das Verständnis für andere Kulturen und Lebensweisen zu vertiefen. Durch die Auswahl geeigneter fremdsprachlicher Themenstellungen ist die Weltoffenheit der Schü­lerinnen und Schüler sowie ihr Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge zu fördern. Die vorurteilsfreie Beleuchtung kultureller Stereotypen und Klischees, die bewusste Wahrneh­mung von Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten sowie die kritische Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen bzw. mit österreichischen Gegebenheiten sind dabei anzustreben. Wenn sich Schülerinnen und Schüler im Klassenverband befinden, denen Fremdsprachen als Mut­tersprachen bzw. als Zweitsprachen innerhalb der Familie dienen, sind deren besondere Kenntnisse und Fähigkeiten im Unterricht sowohl individuell zu fördern als auch in der Klassengemeinschaft zu nutzen.

 

Kompetenz zum lebensbegleitenden autonomen Sprachenlernen

Der Fremdsprachenunterricht hat die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern ein breites Spektrum an Sprachlernstrategien für den weiteren selbstständigen Spracherwerb im Sinne des lebensbegleitenden autonomen Sprachenlernens zu erschließen. Methodisch und inhalt­lich sollen Möglichkeiten zu kreativen Aktivitäten in der Fremdsprache angeboten werden (wie z.B. Theater, Spiel, Simulationen). Die Schülerinnen und Schüler sind in die Reflexion über den lernpsychologischen Gewinn des Einsatzes vielfältiger Kreativtechniken mit einzube­ziehen. Möglichkeiten zur Selbstevaluation sind dabei besonders zu berücksichtigen.

Didaktische Grundsätze

Kommunikative Sprachkompetenz als übergeordnetes Lernziel

Dem handlungsorientierten Ansatz gemäß stellt die kommunikative Sprachkompetenz das überge­ordnete Lehr- und Lernziel des Fremdsprachenunterrichts dar. Das heißt, fremdsprachliche Teilkompe­tenzen sind in dem Maße zu vermitteln, wie sie für die dritte lebende Fremdsprache erforderliche mündliche Kommunika­tion nötig sind. Die Fertigkeitsbereiche Hören, Lesen, an Gesprächen teilnehmen, zusammenhängendes Sprechen, Schreiben sind gemäß den im Lehrstoff angegebenen Kompetenzniveaus regelmäßig und möglichst integrativ zu üben. Auf Praxisrele­vanz sowie steigende Authentizität der Sprachmittel und Sprachsituationen ist dabei besonders zu achten.

 

Berücksichtigung der Lernersprache

Im Fremdsprachenunterricht ist auf allen Lernstufen zu berücksichtigen, dass sich Schülerinnen und Schüler der Zielsprache über lernersprachliche Zwischenschritte annähern und Fehler ein selbstverständ­liches und konstruktives Merkmal des Sprachenlernens darstellen. Zielsprachliche Richtigkeit ist dennoch in einem sinnvollen Maß anzustreben; lernersprachliche Abweichungen von der Zielsprache sind dabei stets niveaubezogen und aufgabenspezifisch zu behandeln.

 

Als Unterrichtssprache ist so viel Zielsprache wie möglich, so wenig Deutsch wie nötig einzusetzen. Die Techniken mündlicher und schriftlicher Übertragung und Übersetzung in die Muttersprache sind auf niedrigeren Lernniveaus nur als punktuelle lernstrategische Zwischenschritte, z.B. zur Vertiefung des Textverständnisses, anzuwenden.

 

Beim Erwerb der dritten Fremdsprache ist das Zurückgreifen auf bereits vorhandene Fremdsprachenkompetenzen als besonderer lernstrategischer Vorteil bewusst zu machen und konsequent zu nutzen (Tertiärspracheneffekt).

 

Vielfalt von Lehrmethoden, Arbeitsformen, Lernstrategien und Lehrmaterialien

Eine breite Streuung an schülerzentrierten, prozess- und produktorientierten Lehrmethoden, Arbeits­formen und Lernstrategien ist sowohl dem Fremdsprachenerwerb als auch der Entwicklung dynamischer Fähigkeiten (Schlüsselkompetenzen) dienlich und somit generell anzustreben. Dabei sind verschiedenste Arbeitstechniken einzusetzen.

 

Im Umgang mit Lehr- und Lernmaterialien, Nachschlagewerken, Grammatikübersichten, zwei- und einsprachigen Wörterbüchern in Print-, Ton-, Datenträger- und Online-Version sind die Schülerinnen und Schüler zu Geläufigkeit und Eigenständigkeit hinzuführen. Für die Aktualität der Lehrmaterialien, Texte und Arbeitsunterlagen ist laufend zu sorgen.

 

Einbindung authentischer Begegnungen

Im Fremdsprachenunterricht ist höchstmögliche Authentizität der zum Einsatz kommenden sprachlichen Mittel auch durch direkte persönliche Begegnungen mit Personen zu fördern, deren Muttersprache die gelehrte Fremdsprache ist.

 

Erwerb linguistischer Kompetenzen

Lautwahrnehmung, Aussprache und Intonation sind in dem Maße zu schulen, wie sie eine in der Zielsprache angemessene Verständigung gewährleisten. Eine Annäherung der Aussprache an die Standardaussprache ist wünschenswert. Wortschatz und Idiomatik sind situationsorientiert, im Kontext und systematisch zu erweitern. Dabei ist insgesamt zu beachten, dass das rezeptive Sprachvermögen der Schülerinnen und Schüler im Bereich von Wortschatz und Idiomatik das produktive Sprachvermögen übertrifft. Schülerinnen und Schüler sollen angeregt werden ihren Wortschatz durch außerschulische&xnbsp; Beschäftigung mit der Sprache auch eigenständig zu erweitern. Grammatik im Fremdsprachenunterricht hat überwiegend im Rahmen themen- und situationsbezogener kommunikativer Aktivitäten und Strategien zu erfolgen.

 

Die Befähigung, fremdsprachliche Mittel zu bestimmten kommunikativen Zwecken einzusetzen, ist Kernaufgabe des Fremdsprachenunterrichts; damit ist den Sprachfunktionen eine zentrale Rolle einzuräumen (wie z.B. Absicht, Fähigkeit, Möglichkeit, Notwendigkeit, Wunsch, Vermutung, Zustimmung, Ablehnung, Begründung, Bedingung ausdrücken; Gesprächsbeginn bzw. Gesprächsende signalisieren oder Rederecht behalten bzw. abgeben).

 

Bei der Anwendung fremdsprachlicher Mittel ist im Laufe des Lernzuwachses zunehmend auf Kohärenz, Logik, Flüssigkeit, Klarheit und Angemessenheit des Ausdrucks zu achten. Begleitend zu den sprachlichen Mitteln sind grundlegende Formen der non-verbalen Kommunikation zu vermitteln (wie kulturelle Konventionen bezüglich Gestik, Mimik, Körperhaltung, Augen- und Körperkontakt sowie räumlicher Abstand von Sprechern und Sprecherinnen in Interaktionssituationen).

 

Vielfältige Kommunikationssituationen und Themenbereiche

Um größtmögliche fremdsprachliche Kompetenz und ein möglichst umfassendes lexikalisches Repertoire zu erlangen, sind die fremdsprachlichen Mittel in eine möglichst breite Streuung von öffentlichen und privaten situativen Kontexten einzubetten und verschiedenste Themenbereiche zu bearbeiten (wie z.B. häuslicher Bereich; Familie; Erziehung; Lebensplanung; Arbeit und Feizeit; Einstellungen und Werte; Zusammenleben; Restauration; öffentliche Räume; Bildungseinrichtungen; Verkehrsmittel; Geschäfte; Rolle der Medien; Kultur; Sport). Spezielle thematische Schwerpunkte sind jeweils im Einklang mit individuellen Interessenslagen und Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler sowie mit aktuellen Ereignissen zu setzen.

 

Durch entsprechende Auswahl der Unterrichtsmittel ist für grundlegende Einblicke in Gesellschaft, Zivilisation, Politik, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Kunst des betreffenden Sprachraumes zu sorgen.

Lehrstoff

Die kommunikativen Teilkompetenzen, die Schülerinnen und Schüler erwerben sollen, folgen den international standardisierten Kompetenzniveaus A1, A2, B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (ERS) des Europarates und umfassen die Kann-Beschreibungen des Rasters zu den Fertigkeitsbereichen Hören, Lesen, an Gesprächen teilnehmen, zusammenhängend Sprechen und Schreiben.

 

Die folgende Zuordnung von Kompetenzniveaus und Lernjahren gibt die Grundanforderungen an, die für alle Schülerinnen und Schüler einer bestimmten Lernstufe gelten; vorangehende Niveaus sind dabei stets vorauszusetzen.

 

6. Klasse - 1. Lernjahr (4 Wochenstunden)

Hören

·        Die Schülerinnen und Schüler können vertraute Wörter und ganz einfache Sätze verstehen, die sich auf sie selbst, ihre Familie oder auf konkrete Dinge um sie herum beziehen, vorausgesetzt es wird langsam und deutlich gesprochen.

Kompetenzniveau A1

Lesen

·        Die Schülerinnen und Schüler können einzelne vertraute Namen, Wörter und ganz einfache Sätze verstehen, z B auf Schildern, Plakaten oder in Katalogen. Die Schülerinnen und Schüler können kurze einfache Texte wie z.B. Postkarten, Mitteilungen Wegbeschreibungen und kurze einfache Erzählungen und Briefe die von alltäglichen Dingen handeln und in denen es um Themen geht, die ihnen vertraut sind, verstehen.

Kompetenzniveau A1 und Teile von A2

 

An Gesprächen teilnehmen

·        Die Schülerinnen und Schüler können sich auf einfache Art verständi­gen, wenn ihre Gesprächspartner bereit sind, etwas langsamer zu wiederholen oder anders zu sagen, und ihnen dabei hilft zu formulieren, was sie zu sagen versuchen. Sie können einfache Fragen stellen und beantworten, sofern&xnbsp; es sich um unmittelbar notwendige Dinge und um sehr vertraute Themen handelt.

Kompetenzniveau&xnbsp; A1

 

·        Sie können diverse praktische Alltagssituationen, mit denen sie bei einem Aufenthalt in einem spanisch-/französisch-/italienischsprachigen Land konfrontiert sind (z.B. Einkäufe machen, Auskünfte einholen und geben u.a.) in diesem Sinne bewältigen.

Zusammenhängendes Sprechen

·        Die Schülerinnen und Schüler können einfache Wendungen und Sätze gebrauchen, um sich selbst und Leute, die sie kennen, zu beschreiben und um zu beschreiben, wo sie wohnen. Sie können mit einer Reihe von Sätzen und mit einfachen Mitteln z.B. ihre Familie, andere Leute, ihre Wohnsituation, ihre Ausbildung und ihre gegenwärtige (oder letzte berufliche) Tätigkeit als Schülerinnen und Schüler beschreiben.

Kompetenzniveau A1 und Teile von A2

 

·        Sie können diverse praktische Alltagssituationen, mit denen sie bei einem Aufenthalt in einem spanisch-/französisch-/italienischsprachigen Land konfrontiert sind und die adäquates zusammenhängendes Sprechen erfordern (z.B. Smalltalk über alltägliche Themen, die über die oben&xnbsp; angegebenen Themen hinausgehen)&xnbsp; in diesem Sinne bewältigen.

 

Schreiben

·        Die Schülerinnen und Schüler können eine kurze einfache Postkarte&xnbsp; schreiben, z.B. Feriengrüße. Sie können auf Formularen, z.B. in Hotels, Namen, Adresse, Nationalität usw. eintragen.

Kompetenzniveau A1

 

·        Darüber hinaus können sie u.a. zwecks Einübung mündlicher Fertigkeiten einen Großteil der mündlich relevanten Situationen auch verschriftlichen.

 

7. Klasse – 2. Lernjahr ( 3 Wochenstunden)

 

Hören

·        Die Schülerinnen und Schüler können einzelne Sätze und die gebräuchlichsten Wörter verstehen, wenn es um für sie wichtige Dinge geht (z.B. sehr einfache Informationen zur Person und zur Familie, Einkaufen, Arbeit, nähere Umgebung). Sie verstehen das Wesentliche von kurzen, klaren und ein­fachen Mitteilungen und&xnbsp; Durchsagen.

Kompetenzniveau A2

Lesen

·        Die Schülerinnen und Schüler können ganz kurze, einfache Texte lesen. Sie können&xnbsp; in einfachen Alltagstexten (z.B. Anzeigen, Prospekten, Speisekarten oder Fahrplänen) konkrete, vorhersehbare Informationen auffinden. Sie können Sachtexte lesen und ausreichend verstehen&xnbsp; in denen es um bekannte Themen geht. Sie können die Bedeutung&xnbsp; unbekannter Wörter aus dem Kontext erschließen

Kompetenzniveau&xnbsp; A2&xnbsp; und Teile von B1

 

·        Darüber hinaus können sie gegen Ende des 2. Lernjahrs vereinfachte Lektüre (z.B. in Form von Artikeln aus Zeitschriften für Fremdsprachenlernende oder vereinfachten Lesetexten) mit entsprechender Unterstützung und Aufarbeitung verstehen. Bei der Auswahl der Texte ist auf deren Relevanz für den mündlichen Spracherwerb zu achten,&xnbsp; was den Bezug zu Themen und sprachlichen Ausdrücken betrifft. Texte, die exemplarisch&xnbsp; Einblick in diverse Aspekte spanisch-/französisch-/italienischsprachiger Länder gewähren, sind bevorzugt einzusetzen.

 

An Gesprächen teilnehmen

·        Die Schülerinnen und Schüler können sich in einfachen, routinemäßigen Situationen verständigen, in denen es um einen einfachen, direkten Austausch von Informationen und um vertraute Themen und Tätigkeiten geht. Sie können ein sehr kurzes Kontaktgespräch führen, verstehen aber normalerweise nicht&xnbsp; genug, um selbst ein Gespräch in Gang zu halten.

Kompetenzniveau A2

 

Zusammenhängendes Sprechen

·        Die Schülerinnen und Schüler können mit einer Reihe von Sätzen und mit einfachen Mitteln z.B. ihre Familie, andere Leute, ihre Wohnsituation, ihre Ausbildung und ihre gegenwärtige (oder letzte berufliche) Tätigkeit als Schülerinnen und Schüler beschreiben. Die Schülerinnen und Schüler können kurze eingeübte&xnbsp; Präsentationen zu einem vertrauten Thema vortragen und&xnbsp; mit unkomplizierten&xnbsp; Nachfragen umgehen.

Kompetenzniveau A2

 

Schreiben

·        Die Schülerinnen und Schüler können kurze, einfache Notizen und Mitteilungen schreiben. Sie können einen ganz einfachen persönlichen Brief schreiben, z.B. um sich für etwas zu bedanken.

Kompetenzniveau A2

·        Darüber hinaus können sie u.a. zwecks Einübung mündlicher Fertigkeiten einen Großteil der mündlich relevanten Situationen auch verschriftlichen.

 

8. Klasse - 3. Lernjahr ( 2 Wochenstunden)

 

Hören

Das Kompetenzniveau A2 bleibt gleich und wird gefestigt.

 

Lesen

·        Die Schülerinnen und Schüler können Texte verstehen, in denen vor allem sehr gebräuchliche Alltags- oder Berufssprache vorkommt. Sie können private Briefe verstehen, in denen von Ereignissen, Gefühlen und Wünschen berichtet wird. Die Schülerinnen und Schüler können die Grundaussagen von Zeitungsartikeln zu geläufigen Themen verstehen und in einem Text den roten Faden einer Argumentation&xnbsp; und die wesentlichen Schlussfolgerungen erkennen, wenn auch nicht unbedingt alle Details.

Kompetenzniveau B1

 

·        Darüber hinaus können sie&xnbsp; vereinfachte Lektüre (z.B. in Form von Artikeln aus Zeitschriften für Fremdsprachenlernende oder vereinfachten Lesetexten) bzw. einfache Texte mit landeskundlichem Bezug mit entsprechender Unterstützung und Aufarbeitung verstehen. Bei der Auswahl der Texte ist auf deren Relevanz für den mündlichen Spracherwerb zu achten,&xnbsp; was den Bezug zu Themen und sprachlichen Ausdrücken betrifft.

·        Texte, die exemplarisch&xnbsp; Einblick in diverse Aspekte spanisch-/italienisch-/französischsprachiger Länder gewähren, sind bevorzugt einzusetzen.

 

An Gesprächen teilnehmen

·        &xnbsp;Die Schülerinnen und Schüler können die meisten Situationen bewäl­tigen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet. Sie können ohne Vorbereitung an Gesprächen über Themen teilnehmen, die ihnen vertraut sind, die sie persönlich interessieren oder die sich auf The­men des Alltags wie Familie, Hobbys, Arbeit, Reisen, aktuelle Ereignisse beziehen.

Kompetenzniveau B1

 

Zusammenhängendes Sprechen

·        Die Schülerinnen und Schüler können in einfachen zusammenhängenden Sätzen sprechen, um Erfahrungen und Ereignisse oder ihre Träume, Hoffnungen und Ziele zu beschreiben. Sie können kurz ihre Meinungen und&xnbsp; Pläne erklären und begründen. Sie können eine Geschichte erzählen oder die Handlung eines Buches oder Films wiedergeben. Die Schülerinnen und Schüler können eine vorbereitete unkomplizierte Präsentation&xnbsp; aus ihrem Fachgebiet so klar vortragen, dass man ihr meist mühelos folgen kann und&xnbsp; die Hauptpunkte präzise erläutern.

Kompetenzniveau B1&xnbsp;

 

Schreiben

Das Kompetenzniveau A2 bleibt gleich und wird gefestigt.

 

·        Die Schüler und Schülerinnen können&xnbsp; u.a. zwecks Einübung mündlicher Fertigkeiten einen Großteil der mündlich relevanten Situationen auch verschriftlichen.

 

 


 

Interkulturelles Lernen (IKL)

Bildungs- und Lehraufgabe

Reflexion des Kulturbegriffs mit folgenden Zielen

Verständnis und Wertschätzung unterschiedlicher Kulturen

Bewusstmachen und Überwinden von Stereotypen und Vorurteilen

Vertiefung der im Lehrplan für Lebende Fremdsprachen geforderten interkulturellen

Kompetenz

Vorbereitung der SchülerInnen auf die gestiegenen Anforderungen der

Berufsrealität im europäischen und globalen Zusammenhang

 

Beitrag zu Aufgabenbereichen der Schule

Im Gegenstand IKL sollen

·        der europäischen Dimension und den zunehmenden Mobilitätsanforderungen an BürgerInnen der EU Rechnung getragen&xnbsp;

·        die positiven Auswirkungen von Fremdsprachenkenntnissen sowie interkultureller Kompetenz auf Beschäftigung und Wirtschaftsstandorte deutlich gemacht

·        transnationale Berufs- und Studierfähigkeit gefördert werden

 

Beiträge zu den Bildungsbereichen

 

Sprache und Kommunikation

Schaffung von sprachlichem Bewusstsein und Förderung der kommunikativen&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; Kompetenz durch Reflexion von Sprachen und Kommunikationsprozessen

 

Mensch und Gesellschaft

Bewusstmachen von kultureller Vielfalt, auch an der eigenen Schule

Hinführung zu größerer Offenheit gegenüber anderen Kulturen

Förderung von Teamfähigkeit und Solidarität

Vorbereitung auf die sich ändernden Anforderungen in der Berufswelt (Flexibilität, Mobilität)

 

Natur und Technik

Betrachtung der Zusammenhänge zwischen natürlichen Gegebenheiten und ihrer

kulturellen Überformung

Reflexion von Naturwissenschaft und Kultur als einander bedingende und beeinflussende Kräfte

 

Kreativität und Gestaltung

Förderung des kreativen Potentials der SchülerInnen durch freie Arbeitsformen

&xnbsp;(Projektunterricht, eigenverantwortliches Arbeiten u.a.m.)

Kennenlernen und Anwenden verschiedener Präsentationstechniken

 

Gesundheit und Bewegung

Bewusstmachen der Korrelation zwischen Sport und Kultur

Kritisches Hinterfragen von nationalen Stereotypen und deren Niederschlag in der

Sprache des Sports

Erkennen von gesellschaftlich-kulturellen Bedingungen von Gesundheit

 

Didaktische Grundsätze

Der Unterrichtsgegenstand IKL baut in seinen didaktischen Grundsätzen auf die in den allgemeinen didaktischen Grundsätzen formulierten Aspekte des Interkulturellen Lernens auf, geht aber in wesentlichen Bereichen, vor allem in der interkulturellen Begegnung und im Praxisbezug weit darüber hinaus.

Folgende Methoden und Arbeitsweisen sollen dies ermöglichen:

·        Authentische Begegnungen mit Vertretern anderer Kulturen

·        Kontakte mit Partnerschulen im In- und Ausland

·        Verstärkte Einbindung von Native Speakers

·        Vielfalt von Lehr- und Lernmethoden, Arbeitsformen und Lernstrategien (z.B.

·        fächerübergreifender Unterricht, handlungs- und ergebnisorientiertes Lernen)

·        Teamteaching

·        Verstärkter Einsatz von Arbeitstechniken, die die Teamfähigkeit der SchülerInnen

·        fördern

·        Kennenlernen und Trainieren unterschiedlicher Präsentationstechniken

·        Förderung der rhetorischen Kompetenz der SchülerInnen

·        Reflektierender Sprachenvergleich (vgl. allgemeiner Lehrplan für Fremdsprachen)

Lehrstoff

7./8. Klasse (je zwei Wochenstunden)

Grundbegriffe der Kulturwissenschaft.

·        Klärung der Begriffe „Kultur“ und „Kulturen“

·        Reflexion verschiedener Kultur- und Nationenbegriffe

·        Aneignung von Wissen über die Entstehung von nationalen Identitäten (andere Länder – andere Weltbilder; Selbst- und Fremdwahrnehmung)

·        &xnbsp;Reflexion von Stereotypen und Vorurteilen und deren Widerspiegelung in den jeweiligen Sprachen

Kommunikation

·        Kommunikationsprozesse reflektieren

·        Verschiedene Kommunikationstechniken situationsadäquat anwenden

·        Unterschiedliche Präsentationstechniken kennen lernen und einsetzen

·        Einführung in die Grundsätze der Rhetorik; effektiver Einsatz rhetorischer Mittel

·        Medien als kulturelles Phänomen

·        Praktische Medienarbeit unter besonderer Berücksichtigung moderner Informationstechnologien (Schulbibliothek als multimediales Informationszentrum)

Praktizierte Interkulturalität

Erleben und Reflektieren intra- und interkultureller Erfahrungen durch

·        Förderung interkultureller Begegnungen, z.B. Exkursionen zu interkulturellen Einrichtungen

·        Erforschung von Interkulturalität an der eigenen Schule

Die Rolle von interkulturellen Phänomenen im globalen Zusammenhang

·        Migration und ihre Auswirkung auf Wirtschaft und Gesellschaft

·        Wirtschaftliche Verflechtungen in einer globalisierten Welt